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 Grafikkarten übertakten: Warum und wie?

 

Author: Rene Ruf

Veröffentlicht: 22.08.2016

Preis: 280,- Euro

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Einleitung
 

Heute befassen wir uns mit dem Thema, warum man eigentlich Grafikkarten übertaktet, warum man das überhaupt macht und wie das am einfachsten geht. In vielen Testberichten oder auch Foren Beiträgen kann man viel über die Overclocking-Eigenschaften einer Grafikkarte lesen und die verschiedenen Meinungen darüber. Die Einen meinen, dass es ein unnötiges Risiko sei, die Anderen wiederum, dass man genau deswegen bestimmte Grafikkarten kauft. Auch wir werden immer wieder wegen diesem Thema angesprochen, was wir davon halten und warum?

Dafür muss man sich die ersten Versuche beim Overclocking vor Augen halten, und wie das überhaupt entstanden ist. Vor allem bei Prozessoren und Grafikkarten ist es zuerst probiert worden. Das sind nämlich die beiden teuersten Komponenten gewesen, wenn man sich einen PC angeschafft hat. Wir haben unsere ersten OC Versuche schon 2001 vorgenommen, meist aus Kostengründen. Deswegen wurde auch unsere Homepage gegründet. Dort haben wir unsere Anleitungen für uns selber nieder geschrieben und abgespeichert.

Als Beispiel: Eine Grafikkarte war 2001 sehr teuer. Das ist zwar heute auch nicht anders, nur dass damals die Abstände der Neuerscheinungen größer, und die Anzahl der verfügbaren Modelle deutlich kleiner war. So kam es dazu, dass man versucht hat, die Grafikkarte zu übertakten, um sie länger verwenden zu können. So hat man den Zeitpunkt einer Neuanschaffung etwas weiter nach hinten verschoben.

Im Endeffekt ist es heute auch so, nur dass zwei weitere Gründe dazu gekommen sind, warum man Grafikkarten übertaktet. Neben dem verzögern einer Neuanschaffung ist nun auch der Volkssport Overclocking dazu gekommen. Mittlerweile gibt es da eigene Wettbewerbe, Meisterschaften und Portale, wo man sein spezielles Grafikkarten-Modell übertakten, und mit anderen Kollegen vergleichen kann. Bei der Gigabyte Overclocking Meisterschaft oder auf HWBot, um nur 2 der Bekanntesten zu nennen.

Der dritte Grund, warum man eine Grafikkarte übertakten kann ist, dass es einfach möglich ist, ohne einen triftigen Grund. Die Hersteller haben diese Sparte geschickt genutzt und bieten gezielt besondere Grafikkarten an, die bessere Bauteile auf der Platine haben, über eine stabilere Stromversorgung verfügen und eine ausgefallene Kühlung verpasst bekommen haben. Solche Karten kosten meist mehr, als gewöhnliche Modelle in dieser Serie und das will man dann auch ausreizen. Wenn ich schon 20% mehr für eine Karte zahle, dann will ich die auch 20% schneller betreiben, und das dauerhaft.

Beispiel 2014: Der Leistungsunterschied zwischen einer GTX970 und GTX 980 lagt nur bei 20%. Der Kosten-Unterschied war deutlich größer. Eine GTX 970 kostete bei der Neuanschaffung 320,- Euro. Eine GTX 980 weit über 600,- Euro. Wenn man aber seine GTX 970 um 20% übertakten konnte, dann war man von der teureren GTX 980 nicht mehr so weit entfernt und man hat sich viel Geld gespart.

Beispiel 2016: Eine sehr gute, gebrauchte GTX 980 kostet weniger als 280,- Euro. Eine neue GTX 1070 bekommt man nicht unter 410,- Euro. Wenn man die GTX 980 um ca. 20% übertakten kann, kommt man bis auf 20% an die Leistung einer GTX 1070 ran und kann die Karte locker noch 1-2 Jahre verwenden. Das natürlich nur für den Fall, dass man nicht 4K spielt oder VR nutzt. DX12 haben beide.

Wie man jetzt an den Beispielen sehen konnte, betrifft das zum großen Teil nur Geforce Grafikkarte von nVidia. Diese kosten bei der Neuanschaffung deutlich mehr als AMD Grafikkarten. Auch der Wertverlust ist deutlich größer. Für eine GTX 980 Ti bekommt man heute knapp 400,- Euro, die vor knapp einem Jahr noch 700,- Euro gekostet hat. Eine AMD Grafikkarte kostet von Werk aus weniger, lässt sich aber auch weniger übertakten. Das reicht mittlerweile bis zu R9 290 Serie zurück. Danach kamen fast nur schlecht übertaktbare Modelle auf den Markt.

Gut, lange Rede, kurzer Sinn. Wir zeigen euch Anhand eines Beispiels, wie man eine Grafikkarte übertaktet und wie sich das auf eure Performance auswirkt.

 

 

 

 

 


 

 
   

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