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Ausgleichsbehälter selber bauen Teil 2:


Hersteller: NoName  

Rubrik:

Wasserkühler

Testzeit: 5 Tage
Getestet am: Februar 2003
Preis: -----

    

Vorwort:

Wie ihr in unserer ersten Anleitung erkennen konntet, ist der Bau eines eigenen Ausgleichsbehälters nicht so schwer. Deswegen werden wir heute ein neues Projekt starten und einen besseren und wirkungsvolleren Behälter bauen. Wir werden versuchen, einen passiven Kühler und einen Behälter miteinander zu kombinieren. Vorstellen kann man es sich ungefähr so: Einen Behälter bauen, der aus Aluminiumplatten, die gleichzeitig das Wasser passiv abkühlen, zu bauen. 

Im ersten Teil unsere Anleitung haben wir für unseren Wasserausgleicher eine normale Flasche genommen und in unser geschlossenes Wasserkühlsystem eingebunden. Nah längerer Zeit kamen wir darauf, das das Wasser sich zu schnell der Zimmertemperatur anpasste. Deswegen wollen wir diesmal Aluminium nehmen, da es von Haus aus immer kalt ist, viel kälter als die eigentliche Zimmertemperatur. Wenn man nur kurz das Fenster öffnet, nimmt der Körper sehr rasch die Temperatur aus der Luft auf. 

Um so einen speziellen Behälter bauen zu können, bedarf es einiger Materialien, die man nicht unbedingt kaufen sollte, da es sich preislich nicht lohnen würde. Wir werden euch auf jeden Fall die Sachen auflisten, die wir gebraucht habe. 

  • 1 gerippte Aluminiumplatte (20x40 cm)

  • Silikonkleber (Aquariumsilikon)

  • 2 kleine Stücke Plexiglas (ca. 10x10 mm)

  • 1 Stichsäge

  • Feile oder Schleifband

  • Teflonband zum Abdichten der Anschlüsse

  • 2 plug & play Anschlüsse von aqua-computer

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Eigentlich haben wir heute fast nach dem selben Prinzip gearbeitet, wie das letzte mal, außer das wir und den Behälter noch zusätzlich selber machen mussten. Bevor man mit den Arbeiten beginnt, sollte man sich eine kleine Skizze oder gleich eine bessere Zeichnung vorbereiten, wie der Behälter ungefähr aussehen soll. Wir haben uns für die volle Aluminiumvariante mit hinten und vorne Sichtfenster aus Plexi entschieden. 

Der Umbau:

Wer schon mal ein geschlossenes System gebaut oder eingefüllt hat, weiß, wozu er hier ist. Dieser soll erstmal beim Einfüllen die Blasen aus dem System schaffen. Das funktioniert nur, wenn die Pumpe auch absolut freies Wasser bekommt, und das ankommende Wasser seine Blasen an den Behälter weiter gibt. Weiters soll verdunstetes Wasser wieder ersetzt werden, da man in ein geschlossenes System nachher nur schwer rein kommt, braucht man einen Wassergeber. 

So, und jetzt fangen wir an. Sucht euch einen passenden Raum, wo ihr ungestört arbeiten könnt, da dieser Arbeitsgang ziemlich viel Lärm machen wird. 

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Das Ganze soll zu einem Würfel zusammen gebaut werden. Dafür haben wir uns folgende Platten zugeschnitten:

2 Stück für den Boden und Deckel mit 18 x 10 cm

2 Stück für die Seiten: 18 x 6,5 cm

2 Stück Plexiglas für die Front: 72 x 65 mm 

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In die eine Front kommen die Anschlüsse. wir haben die Löcher etwas weiter unten gemacht, da der Behälter später liegend in Verwendung kommt. Dafür haben wir zuerst mit 4 mm vorgebohrt, danach noch mal mit 8,5 mm Bohrer vergrößert. Das Gewinde haben wir mit einem 10x1 mm Feingewindebohrer gemacht. 

Die Anschlüsse werden dann mit Teflonband gegen die Drehrichtung umwickelt und in den Deckel gedreht. 

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Die Platten werden dann einzeln mit Scotch-Brite, einem Schleif-Poliertuch behandelt. Nach dem ganzen Schneiden und Feilen sind einige Spuren auf das schöne Blech geraten, diese müssen weg. 

Wenn die Platen dann poliert sind, muss der Staub mit einem Kaltreiniger entfernt werden. Dann erst beginnen sie richtig zu glänzen. 

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Während des ganzen Arbeitsganges bleiben die Schutzfolien auf den Plexigläsern drauf. Bis zum kleben werden sie vor Kratzern und Schmutz geschützt. Wenn ihr das Aluminium behandelt, solltet ihr die ganze Zeit über eine Schutzbrille und einen Mundschutz tragen. Der staub vom schleifen könnte in euren Lungen landen, dies ist auf die Dauer schädlich. Danach noch ein Glas Milch trinken, und ihr seid alle Gefahren los!

Der Zusammenbau:

Nachdem alles zugeschnitten und bearbeitet worden ist, konnten wir gleich zum kleben der Seiten weiter gehen. Hier sollte man sich noch ein Tuch zum abwischen und eine ordentliche Unterlage besorgen, falls etwas von dem Kleber daneben gehen sollte. 

Beginnen werden wir erst einmal mit den Seitenteilen, der Deckel kommt erst zum Schluss drauf. 

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Zum kleben haben wir das Aqua-Dicht von der Firma Knauf verwendet. Damit haben wir sogar unser 1 m langes Terrarium geklebt, das hält sicher und ist nebenbei noch Wasserfest.

Das Silikon sollte schön gerade in einer ca. 4 mm dicken Spur aufgetragen werden. Wenn es etwas mehr ist, ist es auch gut, da es transparent ist und nach dem trocknen kaum sichtbar ist.  

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Danach werden die Platten so zusammen gestellt, wie bei einer Badewanne. Alle Platten schön fest andrücken und das überschüssige Silikon nicht weg wischen, da es nur Streifen macht. Es lässt sich besser im trockenen Zustand entfernen.  

Mit einem Pinsel sollte man innen das überschüssige Silikon schön den Kanten entlang aufteilen, so haben wir eine doppelte Sicherheit und eine schöne Fuge! 

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Nach einem Tag trocknen haben wir die Oberseite noch einmal nachgeschliffen. So konnten wir eine absolut gerade Fläche für den Deckel vorbereiten. Im Trockentest könnt ihr es ausprobieren, ob der Deckel keine zu großen Lucken macht. 

Auch hier wurde dann kräftig Silikon aufgetragen und der Deckel dann fest aufgedrückt. Hier ebenfalls das Silikon nicht weg wischen, sondern schön gleichmäßig verteilen um die Fugen zusätzlich abzudichten. 

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So, der Behälter war fertig. Diesen ließen wir einen Tag trocknen, danach wurde er auf Tauglichkeit getestet. Bei der zweiten Plexirückwand haben wir absichtlich eine 5 mm Wand verwendet, für eventuelle LED Projekte. Dieses kann man dann gut anbohren und z.B. eine LED zum Beleuchten rein stecken!

Das restliche Silikon wird dann endgültig erst nach 2 Tagen Trockenzeit entfernt. Danach lässt es sich einfach mit den Fingern abziehen!

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Nun konnten wir unsere Reste zusammen bauen. Der umgebaute Magnum 390 und der neue Ausgleichsbehälter passen sehr gut zusammen. Jetzt haben wir schon ganz schön was an Plexi in unserem WaKü System eingebaut. Außerdem haben auch schon eine 8 mm Einigkeit bei den Anschlüssen und Schläuchen erreicht. 

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Nun sollte der Behälter einige Tage auf Dichtheit geprüft werden. Im Falle eines Lecks musste noch etwas Silikon aufgetragen werden. Doch wir hatten bei unserem Jungferntest keine Probleme, alles gut verarbeitet. 

Auch die Tauglichkeit erwies sich als positiv, der Einsatz stand unmittelbar bevor! Nun kommen noch die erleuchteten Momente, wie immer konnten wir es nicht lassen, eine LED in die Nähe des Behälters zu geben. 

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Wie man gut sehen kann, schaut unser neuer Behälter auch im Dunklen sehr gut aus. Wir waren mit unserem Bauprojekt voll zufrieden. Anfangs haben wir noch an dem vorhaben gezweifelt, doch je länger es dauerte, desto zuversichtlicher wurden wir. Ganz rechts sieht man, das wir anfangs zu wenig Wasser in den Behälter gefüllt haben. Hier könnten nach einiger Zeit Luftblasen ins System kommen, und das wollten wir ja nicht haben. Also haben wir die Schläuche wieder entfernt und noch etwas mehr nachgefüllt. Wie? Durch den Anschluss ging das recht gut, der Rest war ja verklebt. In der Mitte sieht man dann den Unterschied, im System war das Wasser schon im Umlauf und im Behälter war dann auch noch genug. Mit diesem Behälter konnten wir uns eine dauerhafte Zusammenarbeit gut vorstellen, denn Einsatz und Design waren erstklassig. 

Wir wünschen euch viel Spaß beim nachbauen, falls ihr Fragen habt, schreibt sie ins Forum!

 

 

 

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