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Hardware

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Ausgleichsbehälter selber gemacht


Hersteller: NoName  

Rubrik:

Wasserkühlung

Testzeit: 2 Tage
Getestet am: Jänner 2003
Preis: ---

    

Vorwort:

Nun ja, man wird sich wundern, wenn man ein genauer Leser ist, warum wir für dieses Projekt fast 3 Tage gebraucht haben. Fragt uns lieber nicht, den günstige Materialien sind schwer zu bekommen. Anscheinend will keiner mehr in Österreich Geld verdienen. alle hatten nach Silvester bis 7. Jänner zu und improvisieren war angesagt. 

Wir hatten noch einige Teile von unserem cuplex Review über und daraus wollten wir noch ein zweites System basteln. Vieles hatten wir schon, doch das Problem war die große Abweichung von den Anschlüssen, einer verwendet 8 mm, Radiatorhersteller 10 und manche sogar 12 mm. Wie sollen wir die miteinander verbinden? Nach etwas überlegen waren alle Lösungen parat. Doch eines fehlte noch, ein Ausgleichsbehälter, woher am Samstag Abend einen herbekommen. Na gut, in Österreich muss das noch erfunden werden, da sollten wir noch bis Sommer warten, online hätte das zu lange gedauert, also war wieder Handarbeit angesagt. 

Wir hatten:

  • Eine 1046 Eheim Pumpe

  • Magnum 390 für Sockel A

  • plug und play Anschlüsse für 8 mm

  • Schläuche 8 und 10 mm

  • Radiator Black Ice Pro + Lüfter

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Das war schon mal ein Anfang, nach langem Suchen hatten wir alle Teile zusammen, was wir noch besorgen mussten, war ein 8 mm Schlauch, für die Pumpe. Dies ging schneller, als irgendwo in Wien Anschlüsse für eine Eheim Pumpe zu suchen!

Der Behälter:

Kommen wir nun zum wichtigsten teil, dem Ausgleichsbehälter. Wer schon mal ein geschlossenes System gebaut oder eingefüllt hat, weiß, wozu er hier ist. Dieser soll erstmal beim Einfüllen die Blasen aus dem System schaffen. Das funktioniert nur, wenn die Pumpe auch absolut freies Wasser bekommt, und das ankommende Wasser seine Blasen an den Behälter weiter gibt. Weiters soll verdunstetes Wasser wieder ersetzt werden, da man in ein geschlossenes System nachher nur schwer rein kommt, braucht man einen Wassergeber. 

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Wie ihr seht, gibt es verschiedene Varianten und Modelle, doch wir hatten keinen zu Hand, was wir hatten war nur eine Glasflasche. Richtig gehört, die soll unseren Behälter ersetzen und im Endeffekt den selben Zweck erfüllen. Es lassen sich natürlich auch andere nehmen, das wichtigste dabei ist, das die Stelle, wo später gebohrt werden soll stark genug ist, und man dort auch bohren kann. Glas eignet sich dafür nicht besonders, das bohren wäre kein Problem, aber das befestigen der Anschlüsse wäre zu kompliziert. 

Eine weitere Möglichkeit wären alle anderen Flaschen, die einen breiten Deckel haben, z.B Korken, die lassen sich auch gut bearbeiten. Eine weitere Möglichkeit wäre Plastikgeschirr, Tupper, mit einem Wasserfesten Deckel. Was ihr kaputt macht, bleibt euch überlassen, dicht muss es sein!

Umbau:

Die Flasche hätten wir nun auch gefunden. Jetzt listen wir noch das verwendete Werkzeug auf. auch hier braucht man keine besonderen Maschinen, einfach die alltäglichen Sachen, die sich in jedem Werkzeugkasten befinden:

  • Bohrmaschine

  • Bohrer 4 und 8 mm (der kleinere kann abweichen)

  • einen Gabelschlüssel 13 für die Anschlüsse befestigen

  • 2 Muttern, passend zu den Anschlüssen

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In unseren Flaschen wurde destilliertes Wasser abgefüllt, also hatte sie auch die notwendigen Sicherheiten. Am Flaschenhals und am Deckel Gummidichtungen!

Wir haben die 2 Punkte markiert, an die die Anschlüsse kommen sollten. 

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Da wir für unsere Anschlüsse 10 mm benötigten, haben wir zuerst mit 4 mm vorgebohrt und danach mit 8,5 vergrößert. Man könnte nachher auch ein Gewinde in die Bohrung machen, doch der Deckel wäre zu dünn um da genügend Sicherheit und Halt zu bieten.

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Deswegen haben wir sie mit etwas Kraftaufwand in den Deckel geschraubt und von der anderen Seite mit Muttern befestigt. 

An einer Seite sollten noch Dichtungen kommen, bei unseren Anschlüssen waren schon welche dabei. Nun konnte das Ganze gut verschraubt werden, so war auch 100% Dichtheit gewährleistet. 

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So, nun war die Flasche fast fertig. Da unsere aus Glas war, mussten wir uns kurz Gedanke über die Befestigungsmethode machen, aber nur kurz. 

Wir haben ein Zitronennetz genommen und sie oben über die Flasche gesteckt und am Hals mit einem Kabelbinder festgemacht. Ihr könnt natürlich auch Oma's Haarnetz nehmen, die halten noch besser! :-)

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Nun konnte die Flasche in das schon vorbereitete System angeschlossen werden. Das netz haben wir an der Rückseite zusammengebunden und ebenfalls mit einem Kabelbinder befestigt. Danach mit einem weiteren Kabelbinder eine Schlaufe zum Aufhängen gemacht!

Danach konnte man das fast automatische Auffüllen des Systems beobachten. 

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Einen mehrstündigen Trockentest können wir vor jedem fixen Einsatz nur empfehlen. Nicht zu viel Wasser einfüllen, damit die Flasche nicht unnötig schwer sein würde, 1/4 Liter reicht vollkommen. 

So, wir haben unser Projekt an eine sichere Stelle gestellt und ließen ihn einige Stunden laufen. 

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Das Resultat war zufriedenstellend, unser Wochenende war gerettet. Ohne finanziellen Mehraufwand konnten wir unser System trotzdem problemlos zum Laufen bringen. Diese Methode eignet sich auch für einen fixen Einsatz. Mittlerweile benützen wir es schon seit 2 Tagen. Wer also einen sparsamen Behälter haben möchte, können wir nur diese Methode empfehlen. Trotzdem ist immer Vorsicht geboten, Wasser bahnt sich seine Wege leider selber!

Wir wünschen euch zwar viel Spaß beim Nachahmen, doch bedenkt eines, Hardware ist teuer, kaputte Hardware ist eure Hardware. Also Vorsicht!

........to be continued!

 

 

 

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