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Magnum 390 Wasserkühler


Hersteller: O4P Cooling Systems  

Rubrik:

Wasserkühler

Testzeit: 2 Tage
Getestet am: Jänner 2004
Preis: --

    

Vorwort:

Eigentlich hat uns eine Reinigungsanleitung auf diesen schrägen Umbau gebracht. Wir haben wieder irgendwann die Nächte im Internet verbracht und sind da auf eine Anleitung gestoßen, wie man den Magnum 390 Wasserkühler am besten öffnen und reinigen könnte. Da wir seit dem erwerben der Eheim Pumpe mit den plug & play Anschlüssen Probleme mit den Anschlüssen hatten, kam uns die Idee genau richtig. 

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Wir wussten nun, wie wir den Kühler, somit auch den Deckel auf bekamen. Das Problem war folgendes. Wir haben auf fast allen unseren WaKü Komponenten 10 mm Anschlüsse, auch auf dem Magnum. Diese lassen sich aber nur schwer auf 8 mm Anschlüsse austauschen, da die Bohrungen viel zu groß geraten sind und kaum identische Anschlüsse dort reinpassen. Also musste ein neuer Deckel her, doch dafür sollte der Ältere erst abgenommen werden. Dies hätten wir nun mal gelöst. 

Was wollten wir nun eigentlich machen? Ganz einfach, einen neuen Deckel machen, wo wir neue und bessere Anschlüsse, die unserer Norm entsprechen, montieren können. Dieser Deckel sollte aber einfach in der Fertigung sein, und kaum Geld kosten. Die Anschlüsse waren kein Problem, die hatten wir noch von unserem cuplex-Test übrig. 

Vorbereitung:

Nun mussten wir uns entscheiden, welchen Deckel wir drauf machen wollten. Wir hatten schon lange vor, wieder einmal einen Kühler selber zu machen, der eine durchsichtige Abdeckung hat, also warum nicht gleich jetzt. Dies ist zwar nicht unser Wasserkühler aber unsere Idee. Bevor wir mit dem Umbau begonnen haben, musste alles gründlich überlegt und auch das richtige Werkzeug besorgt werden. 

  • Ein Stück Plexi Glas, ca. 10x10 cm und 5 mm dick. Die Stärke ist wegen dem notwenigen Gewinde empfehlenswert

  • Inbus Schlüssel zum öffnen des Deckels, Größe 3,5

  • Ein stück Scotch-Brite zum aufpolieren des oxidierten Waküs

  • 4 mm, 8mm Bohrer

  • 10x1 mm Gewindebohrer für die Anschlüsse

  • Silikon Aquariumkleber, zum abdichten des WaKü

  • Teflonband, zum abdichten der Anschlüsse

  • Eine Dremel mit den Aufsätzen, schleifen, schneiden und polieren

Ersten Schritte:

So, das klingt auf den ersten blick ziemlich viel, doch es ist nicht so schlimm. Die meisten Sachen bekommt man entweder von Freunden geliehen, borgt es sich in der Firma aus oder besorgt es sich aus dem Baumarkt. Wir hatten nun alles zusammen, also konnten wir frischen Mutes mit der Arbeit beginnen. Sicherheits- halber solltet ihr immer eine Schutzbrille für die Augen, und dünne Handschuhe tragen. So können Verletzungen und unnötige Kratzer an den Materialien vermieden werden.

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Das öffnen des Wasserkühlers sollte sich als unser erstes Problem erweisen, da unsere Schlüssel zu weich waren und diese schnell zu einem runden Stab gedreht wurden. Hierfür sollte man hoch qualitative, und keine billigen um 1,-€ verwenden. Wenn die Schrauben offen sind, muss der Deckel vom Körper geklopft werden, aber gegen einen gedämpften Gegenstand. Das Kupfer ist sehr weich und schnell landet eine Delle im schönen Körper! Bevor man mit dem Umbau beginnt, sollte der Körper noch auf Hochglanz poliert werden. Immerhin sollte man später ein schönes Material und keine Pilze und Schmutzflecken sehen sollen. 

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Mit einem Stück Scotch-Brite sollte es schnell und einfach gehen, die Seiten nicht vergessen! Danach haben wir ein Stück Plexi auf die notwendigen Maße von 60x64 mm zugeschnitten. Wenn es euch nicht möglich ist, wegen einer schlechten Sägemöglichkeit, so genau zu schneiden, macht einfach 65x65 daraus! Der Rest wird einfach mit der feile oder Dremel weg geschliffen. Danach legt man den Deckel zur anprobe auf den Körper um zu schauen, ob keine Ecken weg stehen oder er noch zu groß ist.

 

Deckel:

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Das Plexiglas war zwar etwas stärker als unser originaler Deckel, doch das störte nicht, so konnten wir ihn nachher auch ohne Bedenken einer Beschädigung fest anziehen.

Während dessen haben auch gleich die Bohrungen für die Schrauben und Anschlüsse markiert, aber ordentlich! Da es insgesamt 8 sind, müssen sie absolut genau passen, der Spielraum ist nur gering! Dies sollen unsere neuen Anschlüsse werden, die plug&play, wie man sie in den cuplex Systemen verwendet. Einfache Steckanschlüsse, die harte 8x1 mm Schläuche benötigen. 

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Auf dem Plexi haben wir noch alle Markierungen überprüft, auch die der Anschlüsse, wir wollten ja keine Überraschungen erleben. Danach ging es ab in die Werkstatt, da wurden die ganzen lauten Arbeiten erledigt.

Während den ganzen Arbeiten blieb die Schutzfolie auf dem Plexiglas oben, so wurden unschöne Kratzer vermieden. Alle 8 Löcher wurden mit einem 4 mm Nirosta-Bohrer gebohrt. Dieser ist der schärfste von allen und vermeidet eventuelle Brüche des Materiales.

Trotzdem blieben auch wir von dem Problem nicht verschont, eine Ecke ist abgebrochen, und ein neues Stück musste her. Dies hatte auch seinen Vorteil, nun hatten wir ein Probestück, wo wir z.B. das Gewinde schneiden üben konnten.

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Die 2 Löcher haben wir mit einem 8 mm Bohrer gebohrt. dies war genau richtig für unsere 10 mm Anschlüsse. Wie man das weiß? Wenn die Anschlüsse 10 mm sind, muss auch das Gewinde 10 mm haben, das gebohrte Loch soll mit mal 0,8 multipliziert werden. 10 x 0,8 = 8 mm Bohrer. 

Danach haben wir mit dem 10x1 Feingewinde Bohrer ein Gewinde für die Anschlüsse gemacht. Den Schneider vorher leicht einfetten, damit das Plexi beim Schneiden nicht bricht.

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Hoffentlich haben wir alle Löcher gerade und richtig gemacht! Spätestens nach dem provisorischen Zusammenbau sieht man die ersten Fehler. Auch wir haben uns bei einem Loch geirrt, ca. 0.3 mm daneben, da passte der Schrauben nicht durch. Hier haben wir einen größeren Bohrer, 4,5 mm genommen und das eine Loch nach einmal nachgebohrt. Danach passte auch der letzte Schrauben. Die Schrauben müssen ganz leicht, fast mit den Fingern in die Löcher passen, da das Plexi beim Anziehen brechen könnte, wenn zu viel Spannung am Material verursacht wird. Der Rest wurde wieder zu Hause zusammen gebaut, der lärmende Teil war nun erledigt...

Zusammenbau:

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Für die Anschlüsse haben wir uns ein Stück Teflonband zum Abdichten besorgt. Das Band gegen die Drehrichtung aufwickeln, sonst zeiht man es beim Befestigen wieder runter.

Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Band verwenden. Erst einmal so 2-3 Umdrehungen und den Anschluss mal ins Gewinde probieren. Wenn es zu leicht geht, noch eine oder 2 Runden anhängen. Die Anschlüsse haben zwar einen Dichtring, doch sicher ist sicher! So, wir hatten genug Band oben, nun konnten die Anschlüsse fix verschraubt werden. Achtet darauf, das ihr die Anschlüsse gerade in die Gewinde dreht, und befestigt diese dann mit einem Gabelschlüssel, aber nicht anknallen! Die Schutzfolie vom Plexi vorher entfernen!

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Auf der anderen Seite die Überreste des Bandes abschneiden, die Locher müssen frei vor das Wasser bleiben! Noch einmal die gebohrten Löcher Entgraten, sonst liegt der Deckel nicht ganz auf!

Wir haben uns das Silikon auf einer Küchenrolle vorbereitet und nicht direkt von der Tube aufgetragen. Mit einem Plastikmesser haben wir dann Stückweise die Oberfläche eingestrichen, aber nur ganz wenig! Man kann sich ruhig Zeit lassen, der Kleber braucht fast 1 Stunde zum trocknen!

Danach haben wir den Deckel aufgesetzt und einzeln die Schrauben hinein gedreht, auch die mittleren 2 Löcher mit Schrauben anziehen, damit auch der Teil angedrückt und fest verklebt wird!

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Nun können alle Schrauben abwechselnd befestigt werden. Die mittleren haben wir nur provisorisch mit 2 Halbrunden Schrauben 4x15 mm versorgt. Diese werden dann nach dem Trocknen wieder entfernt und durch die Halteklammern ersetzt! 

Der überschüssige Kleber wird erst nach dem trocknen entfernt werden, sonst verschmiert man alles! Apropo trocknen, Sicherheitshalber sollte der Körper einen Tag nicht eingesetzt werden! Nach einem Tag trocknen konnten wir unser Meisterwerk bestaunen, ein komplett neuer Wasserkühler, kaum wieder zu erkennen. 

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Wem das noch nicht genug ist, der kann das 5 mm starke Plexiglas z.B. seitlich an einer guten Stelle mit einem 3 mm Bohrer anbohren, ca. 3 mm tief und eine kleine blaue LED reinstecken und ankleben!

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Na, sieht das nicht super aus? Kommt keiner darauf, das das einmal ein normaler Magnum war! Aus 390 machten wir einen absolut "dark D][T 490"! Die LED konnten wir mit einem 470 OHm Wiederstand direkt an einem 12 Volt anschließen. 

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Der Einsatz hat sich nach einigen Tagen, als der neue Ausgleichsbehälter fertig war, als positiv erweisen. Wir waren wirklich stolz auf uns, dies war sein längerem der geilste Umbau, der uns gelungen ist. Mit wenige finanziellem, aber zeitlichem Aufwand konnten wir unseren Traum endlich fertig stellen! Falls ihr das nachbauen wollt und nicht weiter wisst, einfach ins Forum gehen und fragen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Umbauen und gut abdichten nicht vergessen!

To be continued.....

 

 

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