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ATI Sapphire Radeon 9700 Pro


Hersteller: Sapphire  

Rubrik:

Grafikkarte

Testzeit: mehrere Tage
Getestet am: Oktober 2002
Preis: ----

    

Weitere Benches:

Dies waren schon recht deutliche Worte auf der vorigen Seite, doch wollen wir einmal schauen, ob die Treiber nicht vielleicht wieder für den 2001SE optimiert wurden, um nicht eventuelle Gewinne zu erzielen. Deswegen haben wir wieder einige unserer Programme ausgesucht, und für weitere Tests verwendet. DroneZ, Comanche 4 und Codecreatures, wobei man 512 MB Ram benötigt. 

Bei DroneZ haben wir immer den durchschnittlichen Wert der dargestellten Frames genommen. Wer die Sequenz kennt weiß, wie schnell das Programm durchlaufen kann, doch dies war echt nicht mehr anzuschauen, so schnell war der Test. Zeitweise konnte man nicht mehr etwas erkennen. Bei jedem Test war die Radeon um 30 oder mehr Frames/S schneller als die Ti 4600, obwohl das Testprogramm nicht mehr das aktuellste ist und viele neuen Features der Karten benützt werden. Deutlicher Sieger: Radeon 9700

Spätestens beim Benchmark von Codecult, dem Codecreatures Benchmark stoßen viele Rechner an ihre Grenzen. Aufwendige Sequenzen, die massenweise Polygone berechnet brauchen, fordern die Grafikkarten total. Trotzdem kamen wir mit der Radeon beim ersten Test über 38 Frames/S, ziemlich beachtlich! Auch bei der höchsten Auflösung kamen wir noch über 23 Frames, deutlicher Sieger: Radeon 9700 Pro.

Auch der Comanche 4 Benchmark wird in den Testrunden gerne verwendet. Zwar sieht man hier nur eine kurze Videosequenz, doch die hat es in sich. Anscheinend verlangt das Programm sehr viel von der Hardware ab, da die Werte bis zur 1280 Auflösung fast gleich sind. Erst bei der höchsten Darstellung mit x4 FSAA kann die Radeon ihre neue Technologie ausspielen. Trotzdem sind die Gewinne von max. 4Frames nicht sehr hoch. Zum Schluss kommen unsere Lieblingsprogramme, Chameleon und UT 2003.

UT 2003:

Spätestens seit der Markeinführung des Spiels ist die Suche und Interesse nach einer neuen Grafikkarte bei vielen Usern gestiegen, da die tatsächlichen Anforderungen an die Hardware gigantisch sind. Da erreichen uns schon viele Mails, wo sich die Leute wundern, warum man nicht mit allen Details und einer 1280x1024 Auflösung flüssig spielen kann. Deswegen auch hier unser Hauptaugenmerk.

Bei Bothmatch halten sich die Abstände bei der 1024 Auflösung in Grenzen, doch ab 1280 geht es los. Fast 39 Frames/S bei der 1280 und 40 Frames/S bei der 1600x1200 Auflösung mehr, als bei der Ti4600, das ist sehr schnell. Bei FSAA x4 und der default Auflösung hatte die R300 sogar fast doppelt so viel. Eine absolute Stärke der Radeon, die Kantenglättung. 

Bei Flyby ist der Abstand nicht so hoch, zwar geht die Radeon als Sieger hervor, doch gerade bei 1600x1200 waren die Unterschiede bei mehr als 5 Frames. Auch bei der FSAA Messung sind es nicht mehr geworden. Natürlich haben wir nicht nur die Demobenches gemacht, sondern auch einige Stunden mit dem Spiel selber verbracht, alles flüssig bis zur höchsten Auflösung. 

Chameleon:

Dieser Benchmark ist besonders interessant, da der Chameleon von nVidia selbst und für ihre Schützlinge entwickelt wurde. Wunderschöne Sequenzen sollen die einzelnen Frames bekannt geben. Da wäre es übel, wenn ein Konkurrent mehr Frames und eine flüssigere Darstellung darbrächte. 

Absolut irre, bei diesem Heintest von nVidia kann die Radeon ihre volle Power ausspielen, überall die doppelten oder dreifachen Resultate. Über 200 Frames bei der 1024 Auflösung in allen Sequenzen, und knappe 100 Frames bei der höchsten Auflösung. Das ist nur schade, das nicht alle so große Monitore verwenden, denn die werden nie in einen solchen Genuss kommen. nVidia auf eigenem Programm, so zu sagen Terrain, zu schlagen ist ein hoher Gewinn für ATI, das ist wie ein Auswärtssieg in einem Fußballmatch, Tooor für Radeon! Die Benches hat die Radeon klar für sich entscheiden können, doch wie sieht es mit dem übertakten aus?

Overclocking:

Ein Grund mehr, eine Radeon 9700 zu kaufen wäre, wenn sie sich sehr hoch, oder wenigstens gut übertakten ließe! Besonders nVidia hat mit dieser Strategie, ihren Karten hohe Reserven zu lassen, viele Kunden erreicht, die auch in Presse und EDV vertreten waren. Der Standartakt von der 9700 Pro ist von Haus aus mit 320MHz Chiptakt und 620 MHz an den Speichern gestellt. Nach einem O/C Tool haben wir bei der Sapphire vergeblich gesucht. Da muss man sich entweder mit einem Radeon Tweaker oder Powerstrip zufrieden geben. Wir haben den zweiten verwendet, und der funktionierte auch richtig, die Radeon 9700 wurde richtig erkannt. 

radeon-pstrp-2.JPG (60171 Byte)  radeon-pstrp.JPG (71519 Byte)

Die Optionen "Fast write" und "Sideband Adressing" waren schon aktiviert und brachten keine Instabilitäten mit sich, während der ganzen Testzeit. 

radeon-pstrp-3.JPG (59094 Byte)  radeon 9700 Oc.JPG (41830 Byte)

Wie schon erahnt und in einigen Foren gelesen, kann man die Radeon sehr gut übertakten. Auf den Speichern sollte man sich nicht all zu übernehmen, aber am Chip selber sind noch jede Menge Reserven. Da kann man bis zu 70-90 MHz je nach Karte dazu gewinnen. Weiters kann man in der Kartenanzeige die Performance drosseln und die Geschwindigkeit anheben, in dem man auch die FSAA Darstellungen drosselt und von Qualität auf Speed regelt, was sich zusätzlich positiv  auf weitere Tests auswirkte.

Unser Gewinn:

Chiptakt: + 53 MHz
Speichertakt: + 60 MHz
3DMark 2001SE: 947 Punkte
    

Fazit:

Die lange Arbeit und Optimierung der R 300 bzw. der Radeon 9700 Pro hat sich bezahlt gemacht. Anders wie beim Vorgängermodel hat man sich diesmal für ordentlich Power, neue Technologie und vor allem innovative Features entschieden, dies könnte ATI viele neue Kunden bringen. So kann man neues Vertrauen schaffen, und durch die erzielten Gewinne neue Produkte schaffen. 

Da Radeon von Sapphire wird es da etwas schwer haben, zwar ist auf der Karte alles vorhanden, was das Herz begehrt, doch an der zusätzlichen Ausstattung mangelt es ordentlich. Dies garantiert zwar einen niedrigen Preis, lässt jedoch die Kunden noch länger nach besseren Modellen suchen, die sich meist am Geforce Sektor befinden. Auch optisch hat die Karte nicht viel zu bieten, eine schlichte Platine mit einem schlichten Kühler, der jedoch sehr gut seine Arbeit verrichtet. 

Die Geschwindigkeit und allgemeine Leistung der Karte ist schnell, in allen Messungen war sie klar vor dem bislang dominierenden Objekt, GF4.

Auch im übertakteten Zustand waren wir immer auf der sicheren Seite, wobei wir auch schon beim nächsten Punkt sind. Die Reserven, die in der Karte noch stecken sind enorm, da hat man einiges von den alten Fehlern dazu gelernt! Von einer TI 4600 auf die Radeon umzusteigen ist nur eine Geldfrage, da die gewonnene Geschwindigkeit nicht immer sichtbar sein wird. Für alle anderen Modelle darunter wird dies ein neues Erlebnis werden!

Unsere Meinung: Kluge und gute Technologie in einem Kraftpaket gebündelt!

 

 

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