Dies waren
schon recht deutliche Worte auf der vorigen Seite, doch wollen wir
einmal schauen, ob die Treiber nicht vielleicht wieder für den 2001SE
optimiert wurden, um nicht eventuelle Gewinne zu erzielen. Deswegen
haben wir wieder einige unserer Programme ausgesucht, und für weitere
Tests verwendet. DroneZ, Comanche 4 und Codecreatures, wobei man 512 MB
Ram benötigt.

Bei DroneZ
haben wir immer den durchschnittlichen Wert der dargestellten Frames
genommen. Wer die Sequenz kennt weiß, wie schnell das Programm
durchlaufen kann, doch dies war echt nicht mehr anzuschauen, so schnell
war der Test. Zeitweise konnte man nicht mehr etwas erkennen. Bei jedem
Test war die Radeon um 30 oder mehr Frames/S schneller als die Ti 4600,
obwohl das Testprogramm nicht mehr das aktuellste ist und viele neuen
Features der Karten benützt werden. Deutlicher Sieger: Radeon 9700

Spätestens beim
Benchmark von Codecult, dem Codecreatures Benchmark stoßen viele Rechner
an ihre Grenzen. Aufwendige Sequenzen, die massenweise Polygone
berechnet brauchen, fordern die Grafikkarten total. Trotzdem kamen wir
mit der Radeon beim ersten Test über 38 Frames/S, ziemlich beachtlich!
Auch bei der höchsten Auflösung kamen wir noch über 23 Frames,
deutlicher Sieger: Radeon 9700 Pro.

Auch der
Comanche 4 Benchmark wird in den Testrunden gerne verwendet. Zwar sieht
man hier nur eine kurze Videosequenz, doch die hat es in sich.
Anscheinend verlangt das Programm sehr viel von der Hardware ab, da die
Werte bis zur 1280 Auflösung fast gleich sind. Erst bei der höchsten
Darstellung mit x4 FSAA kann die Radeon ihre neue Technologie
ausspielen. Trotzdem sind die Gewinne von max. 4Frames nicht sehr
hoch. Zum Schluss kommen unsere Lieblingsprogramme, Chameleon und UT
2003.
Spätestens seit
der Markeinführung des Spiels ist die Suche und Interesse nach einer
neuen Grafikkarte bei vielen Usern gestiegen, da die tatsächlichen
Anforderungen an die Hardware gigantisch sind. Da erreichen uns schon
viele Mails, wo sich die Leute wundern, warum man nicht mit allen
Details und einer 1280x1024 Auflösung flüssig spielen kann. Deswegen
auch hier unser Hauptaugenmerk.

Bei Bothmatch
halten sich die Abstände bei der 1024 Auflösung in Grenzen, doch ab 1280
geht es los. Fast 39 Frames/S bei der 1280 und 40 Frames/S bei der
1600x1200 Auflösung mehr, als bei der Ti4600, das ist sehr schnell. Bei
FSAA x4 und der default Auflösung hatte die R300 sogar fast doppelt so
viel. Eine absolute Stärke der Radeon, die Kantenglättung.

Bei Flyby ist
der Abstand nicht so hoch, zwar geht die Radeon als Sieger hervor, doch
gerade bei 1600x1200 waren die Unterschiede bei mehr als 5 Frames. Auch
bei der FSAA Messung sind es nicht mehr geworden. Natürlich haben wir
nicht nur die Demobenches gemacht, sondern auch einige Stunden mit dem
Spiel selber verbracht, alles flüssig bis zur höchsten Auflösung.
Dieser
Benchmark ist besonders interessant, da der Chameleon von nVidia selbst
und für ihre Schützlinge entwickelt wurde. Wunderschöne Sequenzen sollen
die einzelnen Frames bekannt geben. Da wäre es übel, wenn ein Konkurrent
mehr Frames und eine flüssigere Darstellung darbrächte.



Absolut irre,
bei diesem Heintest von nVidia kann die Radeon ihre volle Power
ausspielen, überall die doppelten oder dreifachen Resultate. Über 200
Frames bei der 1024 Auflösung in allen Sequenzen, und knappe 100 Frames
bei der höchsten Auflösung. Das ist nur schade, das nicht alle so große
Monitore verwenden, denn die werden nie in einen solchen Genuss kommen.
nVidia auf eigenem Programm, so zu sagen Terrain, zu schlagen ist ein
hoher Gewinn für ATI, das ist wie ein Auswärtssieg in einem
Fußballmatch, Tooor für Radeon! Die Benches hat die Radeon klar für sich
entscheiden können, doch wie sieht es mit dem übertakten aus?
Ein Grund mehr,
eine Radeon 9700 zu kaufen wäre, wenn sie sich sehr hoch, oder
wenigstens gut übertakten ließe! Besonders nVidia hat mit dieser
Strategie, ihren Karten hohe Reserven zu lassen, viele Kunden erreicht,
die auch in Presse und EDV vertreten waren. Der Standartakt von der
9700 Pro ist von Haus aus mit 320MHz Chiptakt und 620 MHz
an den Speichern gestellt. Nach einem O/C Tool haben wir bei der
Sapphire vergeblich gesucht. Da muss man sich entweder mit einem Radeon
Tweaker oder Powerstrip zufrieden geben. Wir haben den zweiten
verwendet, und der funktionierte auch richtig, die Radeon 9700 wurde
richtig erkannt.

Die Optionen
"Fast write" und "Sideband Adressing"
waren schon aktiviert und brachten keine Instabilitäten mit sich, während
der ganzen Testzeit.

Wie schon
erahnt und in einigen Foren gelesen, kann man die Radeon sehr gut
übertakten. Auf den Speichern sollte man sich nicht all zu übernehmen,
aber am Chip selber sind noch jede Menge Reserven. Da kann man bis zu
70-90 MHz je nach Karte dazu gewinnen. Weiters kann man in der
Kartenanzeige die Performance drosseln und die Geschwindigkeit anheben,
in dem man auch die FSAA Darstellungen drosselt und von Qualität auf
Speed regelt, was sich zusätzlich positiv auf weitere Tests
auswirkte.
Unser
Gewinn:
| Chiptakt: |
+ 53 MHz |
| Speichertakt: |
+ 60 MHz |
| 3DMark 2001SE: |
947 Punkte |
Die lange
Arbeit und Optimierung der R 300 bzw. der Radeon 9700 Pro hat sich
bezahlt gemacht. Anders wie beim Vorgängermodel hat man sich diesmal für
ordentlich Power, neue Technologie und vor allem innovative Features
entschieden, dies könnte ATI viele neue Kunden bringen. So kann man
neues Vertrauen schaffen, und durch die erzielten Gewinne neue Produkte
schaffen.
Da Radeon von
Sapphire wird es da etwas schwer haben, zwar ist auf der Karte alles
vorhanden, was das Herz begehrt, doch an der zusätzlichen Ausstattung
mangelt es ordentlich. Dies garantiert zwar einen niedrigen Preis, lässt
jedoch die Kunden noch länger nach besseren Modellen suchen, die sich
meist am Geforce Sektor befinden. Auch optisch hat die Karte nicht viel
zu bieten, eine schlichte Platine mit einem schlichten Kühler, der
jedoch sehr gut seine Arbeit verrichtet.
Die
Geschwindigkeit und allgemeine Leistung der Karte ist schnell, in allen
Messungen war sie klar vor dem bislang dominierenden Objekt, GF4.
Auch im
übertakteten Zustand waren wir immer auf der sicheren Seite, wobei wir
auch schon beim nächsten Punkt sind. Die Reserven, die in der Karte noch
stecken sind enorm, da hat man einiges von den alten Fehlern dazu
gelernt! Von einer TI 4600 auf die Radeon umzusteigen ist nur eine
Geldfrage, da die gewonnene Geschwindigkeit nicht immer sichtbar sein
wird. Für alle anderen Modelle darunter wird dies ein neues Erlebnis
werden!
Unsere
Meinung: Kluge und gute Technologie in einem Kraftpaket gebündelt!
